Das "Dritte Reich" im Film: Nachkriegsfilme der besiegten "Achse"

M110724 – Vortragsreihe Gasteig

PD Dr. Tobias Hof · Gasteig · Rosenheimer Str. 5 · mi 18.00 bis 19.30 Uhr · 22.9.2021 · € 6.– (€ 3.– Schüler/Studenten) · Anmeldung erforderlich · barrierefrei

"Deutschland im Jahre Null", Italien 1947, Regie: Roberto Rossellini
Erzählt wird die Geschichte des zwölfjährigen Edmund, der im zerbombten Nachkriegs-Berlin unablässig – und häufig vergebens – damit beschäftigt ist, den Lebensunterhalt seiner Familie zu sichern.
"Der Arzt von Stalingrad", BRD 1958, Regie: Géza von Radványi
Stabsarzt Dr. Fritz Böhler gerät nach der Schlacht von Stalingrad in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Der Alltag im Lager ist hart, doch Böhler versucht trotz aller Widrigkeiten, seinen mitgefangenen Kameraden zu helfen und erringt so schließlich auch den – fragilen – Respekt seiner Feinde.
Historische Filme werden oftmals nach ihrer Authentizität beurteilt. Dabei gerät in Vergessenheit, dass sie meist eher die Epoche widerspiegeln, in der sie produziert wurden, als das eigentliche historische Ereignis, das sie nacherzählen. Die Vorträge untersuchen, wie seit den 1940er Jahren ausgewählte Filme den Nationalsozialismus darstellen. Es werden Filme aus Europa und den USA herangezogen und in ihre sozialen, politischen und wirtschaftlichen Kontexte eingebettet. Ziel ist es, Kinofilme als historische Quelle zu erschließen und deren Stellenwert in der Erinnerungskultur und Vergangenheitsbewältigung der NS-Verbrechen einzuordnen.
Fortsetzung der Reihe "Das 'Dritte Reich' im Film":
29.9.: Das "Monster" verstehen – Nazis im Kino des Kalten Krieges