L110150 | (zeit-)geschichte staat & gesellschaft

Bildungszentrum, Einsteinstr. 28 / Kosten: € 8.–, Anmeldung erforderlich

Der Kulturbegriff der extremen Rechten und die Strategie der AfD

Das Verständnis der extremen Rechten von Kultur schöpft aus den Mythen um »Nationalcharakter« und »Volksgeist« (Herder), die seit dem Idealismus den Diskurs des deutschen Nationalismus bestimmt haben. Durch seine geschichtsphilosophischen Bezüge eignet sich der Begriff »Kultur« besonders zur Konstruktion nationaler Identitäten und Abgrenzungen.
Wie formuliert die AfD diesen Kulturbegriff  in ihrer „Strategie 2019 – 2025“ aus und mit welchen politischen Interventionen versucht sie, ihn in Bundesländern, in denen sie stark im Landtag vertreten ist, umzusetzen? Mit welchen Gegenstrategien kann die Zivilgesellschaft für eine offene Gesellschaft eintreten?

Dr. Volker Weiß ist Historiker und Publizist, Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, Autor von: Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes, 2017.
Eric Wrasse ist Pädagogischer Leiter der europäischen Jugendbegegnungsstätte Weimar.

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Stadtakademie München.

Führung Eva Maria Volland

L110726 | (zeit-)geschichte europa & internationales

Adalbert-Stifter-Saal im Sudetendeutschen Haus, Hochstr. 8 / Kosten: gebührenfrei, Anmeldung erforderlich

Todeszug in die Freiheit, Dokumentarfilm, D 2017, 45 Min.

Ein einzigartiger humanitärer Akt in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs: Tschechische Bürgerinnen und Bürger retten unter Lebensgefahr tausende Häftlinge des Konzentrationslagers Leitmeritz, die von der SS mit der Bahn nach Mauthausen gebracht werden sollen. Die Tschechen handeln mutig und mit großem Erfolg. Der Film des Bayerischen Rundfunks dokumentiert das Geschehen anhand historischer Aufnahmen. Die Autoren suchen die kaum veränderten Orte auf und lassen Zeitzeugen zu Wort kommen: Überlebende und ihre Retter.
Im Anschluss an die Filmvorführung Gespräch mit dem Regisseur Thomas Muggenthaler und dem Historiker Dr. Dirk Riedel.

In Zusammenarbeit mit dem Adalbert Stifter Verein und mit Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V., Regionalgruppe München.

L110134 | (zeit-)geschichte staat & gesellschaft

Gasteig, Rosenheimer Str. 5 / Kosten: Gebührenfrei, Anmeldung erforderlich

Demokratie ohne Frauen?

Demokratie meint "Herrschaft des Volkes", aber in Deutschland waren Frauen über weite Strecken stark unterrepräsentiert. Zwar brachte die Revolution von 1918 ihnen das Wahlrecht, ihr Anteil in den Parlamenten aber blieb verschwindend gering. Sind Frauen "unpolitisch"? Warum sind Frauen bis heute nicht angemessen in den Parlamenten vertreten? Wie könnte sich das ändern? Schlaglichter auf Persönlichkeiten wie Rosa Kempf, Toni Pfülf und Elisabeth Selbert ergeben ein lebendiges Bild vom Kampf um politische Gleichberechtigung.
Vortrag: Eva Maria Volland