L110764 | (zeit-)geschichte staat & gesellschaft europa & internationales

Gasteig, Rosenheimer Str. 5 / Kosten: € 6.- , Anmeldung erforderlich

Wiedergeburt von Nationalstaat und Nationalismus in der Gegenwart

In jüngster Zeit erleben Nationalstaat und Nationalismus eine erstaunliche Wiedergeburt – meist in Verbindung mit populistischen Politikern und Bewegungen, die Nation und Nationalstaat ethnisch definieren. Welche Gefahren sind mit einer solchen Einengung verbunden? Welche Funktion haben Nation und Nationalstaat in einer durch die Globalisierung geprägten Welt? Kann die Rückkehr zu nationalstaatlichem und nationalistischem Denken die aktuellen und zukünftigen Probleme tatsächlich lösen?
Vortrag: Prof. Dr. Werner Bührer (i.R.)

L110622 | europa & internationales

Gasteig, Rosenheimer Str. 5 / Kosten: € 6.–, Anmeldung erforderlich

Tunesien – Wie die Vision von Freiheit entstand

Vor dem Arabischen Frühling hatte sich die europäische Öffentlichkeit kaum mit dem Innenleben der arabischen Staaten beschäftigt. Aus der Ferne betrachtet bestand die Region aus arabischen Diktaturen, dem Palästinakonflikt und dem Thema Erdöl. Mit dem Sturz des tunesischen Präsidenten Ben Ali im Januar 2011 und der Vision einer liberalen Zivilgesellschaft änderte sich die Lage. Bis heute ist Tunesien das positivste Beispiel im arabischen Raum für das Experiment freier Wahlen und den Weg zu einem liberalen Verfassungsstaat.
Vortrag: Dr. Robert Staudigl

L110623 | europa & internationales

Gasteig, Rosenheimer Str. 5 / Kosten: € 6.–, Anmeldung erforderlich

Ägypten – islamistische Episode und die Renaissance der alten Garde

Als die revolutionäre Welle Ägypten erreichte, stürzte im bevölkerungsreichsten arabischen Land der seit 30 Jahren amtierende Präsident Mubarak und die islamistische Muslimbruderschaft gewann die ersten freien Wahlen. Dies sorgte für ein politisches Erdbeben, führte aber nicht zur Erfüllung der Ziele der Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo. Wie steht es heute um das Land am Nil, das der General al-Sisi autokratisch regiert? Wie positionieren sich äußere Akteure zum Regime in Kairo?
Vortrag: Dr. Robert Staudigl

L110726 | (zeit-)geschichte europa & internationales

Adalbert-Stifter-Saal im Sudetendeutschen Haus, Hochstr. 8 / Kosten: gebührenfrei, Anmeldung erforderlich

Todeszug in die Freiheit, Dokumentarfilm, D 2017, 45 Min.

Ein einzigartiger humanitärer Akt in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs: Tschechische Bürgerinnen und Bürger retten unter Lebensgefahr tausende Häftlinge des Konzentrationslagers Leitmeritz, die von der SS mit der Bahn nach Mauthausen gebracht werden sollen. Die Tschechen handeln mutig und mit großem Erfolg. Der Film des Bayerischen Rundfunks dokumentiert das Geschehen anhand historischer Aufnahmen. Die Autoren suchen die kaum veränderten Orte auf und lassen Zeitzeugen zu Wort kommen: Überlebende und ihre Retter.
Im Anschluss an die Filmvorführung Gespräch mit dem Regisseur Thomas Muggenthaler und dem Historiker Dr. Dirk Riedel.

In Zusammenarbeit mit dem Adalbert Stifter Verein und mit Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V., Regionalgruppe München.

L110625 | europa & internationales

Gasteig, Rosenheimer Str. 5 / Kosten: € 6.–, Anmeldung erforderlich

Syrien und Libyen – das Chaos erringt die Oberhand

Die beiden schlimmsten Beispiele für den Untergang der Hoffnung auf Freiheit und Zivilgesellschaft verbinden sich mit Syrien und Libyen. Aus den autokratisch regierten Staaten Baschar al-Assads und Muammar al-Gaddafis wurden Zentren der internationalen Einmischung. In Syrien entbrannte ein regionaler Stellvertreterkrieg mit zahllosen Akteuren, und in Libyen stehen sich zwei konkurrierende Regierungen gegenüber. Welche Ziele verfolgen die Kriegsparteien und welche Perspektiven ergeben sich daraus? Gibt es Chancen auf eine Beruhigung?
Vortrag: Dr. Robert Staudigl